Madeira - Ponta do Pago

In diesem verschlafenen Örtchen am Rande der Welt ist es wirklich ruhig. Eine Kaffee-Rösterei mit Bäckerei ist hier der DER in-Schuppen. Das sieht man schon am Publikum. Gut, sonst ist hier einfach nix. Aber Kaffee und Gebäck sind wärmstens zu empfehlen bei Gato Legal.

 


Extratour noch vor der Tour


Gleich zu Beginn der Tour gibt es eine Extra-Tour zum Wasserfall Garganta Funda. 1,2km extra (hin und zurück), nehmen wir mit. Umgeben von grünen Wiesen kommt der Wasserfall aus einem zerklüfteten Berghang. Mit 140m Höhe ist vom gegenüberliegenden Hand zu bestaunen. 

 

Umgeben von grünen Wiesen kommt der Wasserfall aus einem zerklüfteten Berghang. Die 140m Höhe sind vom gegenüberliegenden Hang zu bestaunen. 

 

Von hier lässt sich auch ein Blick auf die schroffe Steilküste werfen. Der Leuchtturm von Ponta do Pargo, der rund 300m über dem Meer an den Klippen hängt, ist ebenfalls von hier zu erspähen.


 

Zurück auf der regulären Tour geht es auf knapp 1km gerader Strecke 300m in die Höhe. Der Abzweig in die Levada offenbart eine völlig andere Flora aus Farnen, Eukalyptus- Bäumen und -Büschen und das obwohl wir nur wenige Kilometer von der ersten Tour entfernt sind  - wundersames Madeira?

 


 

Bei genauerem Hinsehen werden die Gründe für diese Art von Flora sichtbar: Waldbrand. Dieser liegt zwar schon etwas zurück (Oktober 2023), macht aber klar, dass sehr viel der ursprünglichen Vegetation verschwunden ist.  Es wurden auch viele Acker- und Weideflächen zerstört, was wiederum die vielen Verlassenen Häuser erklärt. Den Menschen ist die Existenzgrundlage abgebrannt und sie sind weg gegangen.

 


 

Der Weg entlang der Levada ist von fast künstlerischen Motiven geprägt. Stark fokussierte Vegetation und verbrannte Bäume führen zu einer Reduktion die manchmal schon fast künstlich angelegt wirkt. Tatsächlich sind die Pflanzen nur die, die am schnellsten wieder Fuß fassen nach einem solchen Ereignis.

 


 

Am Ende der Levada geht es fast genauso direkt und steil zurück ins Tal, wie es vorher hinauf ging. Hier tief im Westen Madeiras sammeln sich heute die Wolken an den Bergen und es setzt immer wieder ein intensiver aber feiner Nieselregen ein. Zurück im Tal schlendern wir über sich windende, auf und ab führende Dorfsträßchen und Feldwege durch die halbverlassenen Dörfer zurück Richtung Ausgangspunkt.

 

Fazit: Tolle Landschaft, tolle Motive, aber die Betrachtung der Ursache und ihrer Wirkung schmälert die Begeisterung.